Auf ins neue Schuljahr

Ein neuer Lebensabschnitt hat am Dienstag für zahlreiche Erstklässler begonnen

Osterhofener Zeitung / PNP vom 15.09.2021

Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen sind am Dienstag zahlreiche Kinder an den örtlichen Grundschulen in die erste Klasse gestartet. Aufgrund der Corona-Regelungen fanden die Einschulungsfeiern in Künzing und Gergweis jeweils im Pausenhof und unter Einhaltung des Mindestabstandes statt.

„Alles im Leben hat seine Zeit, heißt es so schön und so ist heute für Sie und Ihre Kinder die Zeit gekommen, in der wieder ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, stellte die Rektorin der Grundschulen Gergweis und Künzing, Ulrike Eckl, in ihrer Begrüßungsrede fest. „Wenn ein Kind kritisiert wird, lernt es, zu verurteilen. Wenn ein Kind verspottet wird, lernt es, schüchtern zu sein. Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen. Wenn ein Kind jedoch verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein. Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es sich selbst zu vertrauen. Wenn ein Kind anerkannt wird, lernt es sich selbst zu mögen“, appellierte sie an die Eltern. Zudem lerne ein Kind, in der Welt Liebe zu finden, wenn es in Freundschaft angenommen wird.

Um die Kinder an ihrer Schule freundschaftlich anzunehmen, warf Eckl einen Blick in ihre Schultüte. Darin waren Gegenstände, anhand derer sie den Schülern die Werte erklärte, woraus sich der Schulalltag zusammensetzen soll. Das erste waren Süßigkeiten, denn auch in bitteren Stunden mit Streit und Ärger oder Sehnsucht nach Hause wollen die Lehrer helfen, diese Situationen zu überstehen, betonte Ulrike Eckl. Malfarben symbolisieren, dass die Kinder die bunte Fülle der Welt, aber auch die bunte Vielfalt der Unterrichtsfächer und -Aktivitäten erfahren sollen. Eine Lupe veranschaulicht den Kindern, dass sie auch die kleinen Dinge im Leben sehen und achten müssen. Sie soll auch für die Lehrer stehen, die den Kindern Wissenswertes beibringen und es ermöglichen, dass sie neue Dinge sehen und lernen. Auch ein kleiner Teddy war mit dabei: „Damit ihr gute Freunde findet“, machte die Rektorin deutlich. Ein Radiergummi in der Schultüte soll verdeutlichen: „Denk immer daran, du darfst Fehler machen, denn aus Fehlern kann man etwas lernen.“ Und man könne immer wieder neu anfangen, denn: „Übung macht den Meister!“

Eine Flöte versinnbildlichte, dass die Kinder in der Schule die den Schatz eines Liedes entdecken können. Ein kleiner Stein vom Urlaub soll die Erstklässler an alles Schöne erinnern. Ulrike Eckl erzählte dazu, dass es in der Schule auch schöne Ausflüge geben werde und Aktionen wie die Lesenacht, Theaterbesuche, Feste und Feiern sowie viele sportliche Aktivitäten. Am Ende zeigte sie den Kindern einen Schutzengel, der sie auf allen Wegen behüten soll.

In Gergweis sprach Pater Joshyden Abc- Schützen seinen Segen aus. In Künzing segnete Gemeindereferent Rudolf Leimpek die Kinder. Es folgte in beiden Schulen ein Gang durch die Schule bis ins Klassenzimmer. Zuvor erhielten die Kinder noch ein kleines Geschenk in Form von Buchstaben-Keksen und einen Brief. Zum Schluss versprach Ulrike Eckl: „Fest steht, ihr werdet bei uns eine schöne Grundschulzeit erleben, dafür werden wir Lehrer alles tun!“

Auch an der Grundschule Altenmarkt starteten zahlreiche Erstklässler in einen neuen Lebensabschnitt. Aufgrund der Pandemie mussten die Schülerinnen und Schüler auf drei Feiern unterteilt werden. Rektorin Susanne Weller begrüßte die Neuankömmlinge herzlich an der Schule und auchSchulmaus Micky hatte sich im Korb von Susanne Weller mit auf die Feiern geschlichen.

Die Maus hatte für jede Klasse eine Packung Süßigkeiten zur Stärkung beim Lernen mitgebracht. Es folgte die Begrüßung durch die Elternbeiratsvorsitzende Monika Rengsberger und die Segnung der Schulanfänger durch Pfarrerin Barbara Kovarik (1aG), Pfarrer Christian Altmannsperger (1b) und Pfarrer Emanuel Hartmann (1c).

Auch die Klassenlehrerinnen Alexandra Steinhuber (1aG), Klaudia Schmidt (1b) und Maria Schmidt (1c) ließen es sich nicht nehmen, ihre Schüler persönlich zu begrüßen. Nach dem Ende der Feier fand schon die erste Schulstunde imKlassenzimmer statt. Sogar eine erste Hausaufgabe gab es: die eigene Schultüte zeichnen.

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